Wichtig: Manche Fehlermeldungen entstehen durch Einstellungen in DATEV, andere durch Angaben oder Dateien in finway. Prüfen Sie daher immer sowohl den Antrag in finway als auch die DATEV-Konfiguration.
Wann dieser Artikel hilfreich ist
Der DUO-Export eines Antrags schlägt fehl.
Im Importprotokoll erscheint eine konkrete DATEV-Fehlermeldung.
Eine Rechnung oder ein Antrag wird nicht wie erwartet an DATEV übergeben.
Fehlerübersicht:
Fehlermeldung oder Problem | Wahrscheinliche Ursache | Empfohlene Lösung |
„Belegkreis im Rechnungseingangsbuch bzw. Belege Bearbeitungsform 'Erweitert' für Lieferanten-Rechnungen nicht gefunden“ | Der Rechnungsordner Eingangsrechnungen fehlt in DATEV oder ist im falschen Wirtschaftsjahr angelegt. | Rechnungsordner in DATEV prüfen und korrekt anlegen oder umbenennen. |
„Belegkreis/Belegordner im Rechnungseingangsbuch für Lieferanten-Rechnungen nicht gefunden“ | Der übergebene Ordnername stimmt nicht mit DATEV überein. | Ordnername in DATEV auf Eingangsrechnungen anpassen. |
„Parserfehler … 'extension' can occur a maximum of '50' times“ | Es sind mehr als 50 Dateien in einem Antrag hinterlegt. | Dateianzahl auf maximal 50 Rechnungen reduzieren und Export erneut starten. |
„Fehler in der Dokumenteninformation (doppelter Dateiname)“ | Eine Datei mit demselben Namen wurde bereits exportiert. | Datei umbenennen, erneut hochladen und Export wiederholen. |
„Die Skontoinformationen entsprechen nicht der Spezifikation“ | Fälligkeitsdatum oder Leistungsdatum liegt vor dem Rechnungsdatum. | Datumsangaben korrigieren und erneut exportieren. |
„Rechnung passt nicht zu Rechnungsschema“ oder Hinweis auf Sonderzeichen / Leerzeichen | Ungültige Zeichen oder zusätzliche Leerzeichen in Feldern wie Rechnungsnummer, Kostenstelle, Kostenträger oder Lieferantenname. | Felder bereinigen und unerwünschte Zeichen oder Leerzeichen entfernen. |
Datei wird von DATEV abgelehnt | Die Rechnungsdatei ist technisch ungültig oder kein sauberes PDF. | Originaldatei neu beschaffen, erneut hochladen und Export wiederholen. |
Export funktioniert erst beim zweiten Versuch oder es entstehen Duplikate | Vorübergehende Störung bei DATEV oder dem Übertragungsdienst. | Zuerst in DATEV prüfen, ob der Antrag bereits angekommen ist, erst danach erneut exportieren. |
Element buCode entspricht nicht der Spezifikation (Belegsatz 1) | Der Fehler bedeutet, dass der übermittelte DATEV-Steuerschlüssel für dieses Buchungskonto ungültig ist und von DATEV nicht verarbeitet werden kann. | Genutzte MwSt in finway überprüfen und in den Firmeinestellungen die MwSt bearbeiten, BU Nummer rauslöschen, Speichern + Synchronisieren. Danach Export erneut durchführen. |
Importprotokoll nicht vorhanden | Rechnungsdatenservice 1.0 (RDS 1.0) nicht aktiv oder Rechte in der verbundenen Smartlogin/Smartcard nicht ausreichend. | RDS 1.0 durch den Steuerberater überprüfen lassen + Rechte der verbundenen Smartlogin/Smartcard. |
Schritt-für-Schritt-Lösungen
1. Rechnungsordner „Eingangsrechnungen“ fehlt in DATEV
Wenn DATEV meldet, dass der Belegkreis oder Belegordner nicht gefunden wurde, fehlt meist der notwendige Rechnungsordner in DUO oder er ist im falschen Wirtschaftsjahr hinterlegt.
Öffnen Sie in DATEV Unternehmen online oben rechts Konfiguration.
Wählen Sie Rechnungsordner.
Prüfen Sie, ob für das relevante Wirtschaftsjahr ein Ordner mit dem Namen Eingangsrechnungen vorhanden ist.
Falls der Ordner fehlt, legen Sie ihn neu an oder benennen Sie einen vorhandenen Ordner entsprechend um.
Prüfen Sie zusätzlich, ob das richtige Wirtschaftsjahr ausgewählt ist.
Speichern Sie die Änderungen.
Starten Sie den DUO-Export in finway erneut.
Erwartetes Ergebnis: Der Export lässt sich ohne diese Fehlermeldung ausführen.
2. Erweiterte Belege-Bearbeitungsform oder Wirtschaftsjahr stimmt nicht
Wenn DATEV meldet, dass der Ordnungsbegriff nicht angelegt ist, sind oft die erweiterten Einstellungen für Lieferantenrechnungen oder das Wirtschaftsjahr in DATEV nicht passend gesetzt.
Öffnen Sie in DATEV die Einstellungen für Lieferantenrechnungen.
Prüfen Sie, ob die Belege-Bearbeitungsform auf Erweitert gestellt ist, falls Ihre DATEV-Konfiguration dies voraussetzt.
Kontrollieren Sie das aktive Wirtschaftsjahr.
Stellen Sie sicher, dass der Antrag in das in DATEV geöffnete Wirtschaftsjahr exportiert werden darf.
Führen Sie den Export anschließend erneut aus.
Erwartetes Ergebnis: DATEV akzeptiert die Übergabe für das richtige Wirtschaftsjahr.
3. Zu viele Dateien an einem Antrag
DATEV erlaubt pro Antrag maximal 50 Dateien. Wenn mehr Dateien angehängt sind, schlägt der Export fehl.
Öffnen Sie den betroffenen Antrag in finway.
Zählen Sie die angehängten Dateien oder prüfen Sie die Anhänge im Antrag.
Entfernen Sie Dateien, bis höchstens 50 Anhänge übrig bleiben.
Falls mehrere Belege zusammengehören, prüfen Sie, ob sie sinnvoll auf mehrere Anträge verteilt werden können.
Speichern Sie die Änderungen.
Starten Sie den DUO-Export erneut.
Erwartetes Ergebnis: Der Export wird nicht mehr wegen der DATEV-Dateigrenze blockiert.
Achtung: Wenn ein Antrag sehr viele Einzelbelege enthält, ist es oft sinnvoller, diese auf mehrere Anträge aufzuteilen.
4. Doppelter Dateiname
DATEV kann Dateien mit identischem Namen ablehnen.
Laden Sie die betroffene Rechnungsdatei aus finway herunter.
Benennen Sie die Datei lokal um, zum Beispiel mit Datum oder zusätzlicher Nummer.
Laden Sie die umbenannte Datei erneut in den Antrag hoch.
Entfernen Sie bei Bedarf die alte Datei aus dem Antrag.
Führen Sie den Export erneut aus.
Erwartetes Ergebnis: DATEV verarbeitet die Datei ohne Namenskonflikt.
5. Ungültige Datumsangaben bei Skonto oder Leistungszeitraum
Diese Fehlermeldung tritt auf, wenn das Fälligkeitsdatum oder das Leistungsdatum vor dem Rechnungsdatum liegt.
Öffnen Sie den Antrag in finway.
Prüfen Sie das Rechnungsdatum.
Prüfen Sie das Fälligkeitsdatum.
Prüfen Sie das Leistungsdatum, falls gepflegt.
Stellen Sie sicher, dass Fälligkeitsdatum und Leistungsdatum nicht vor dem Rechnungsdatum liegen.
Speichern Sie die Änderungen.
Starten Sie den Export erneut.
Erwartetes Ergebnis: Die Skonto- oder Datumsprüfung in DATEV wird bestanden.
6. Ungültige Zeichen oder Leerzeichen in Feldern
Wenn DATEV meldet, dass eine Rechnung nicht zum Rechnungsschema passt, liegt häufig ein Formatproblem in einem Feld vor.
Öffnen Sie den Antrag in finway.
Prüfen Sie besonders folgende Felder: Rechnungsnummer, Beschreibung, Kostenstelle, Kostenträger und Lieferantenname.
Entfernen Sie unnötige Sonderzeichen.
Entfernen Sie führende oder nachgestellte Leerzeichen.
Speichern Sie den Antrag.
Führen Sie den Export erneut aus.
Erwartetes Ergebnis: DATEV akzeptiert die Feldinhalte im Export.
Schon ein einzelnes Leerzeichen am Ende eines Feldwerts kann ausreichen, um den Export abzulehnen.
7. Die Rechnungsdatei ist technisch ungültig
In manchen Fällen ist die hochgeladene Datei keine saubere PDF-Datei, auch wenn sie äußerlich wie eine PDF aussieht.
Öffnen Sie die betroffene Datei lokal und prüfen Sie, ob sie sich normal anzeigen lässt.
Falls die Datei aus einem Portal oder aus einer E-Mail stammt, laden Sie sie erneut aus der Originalquelle herunter.
Laden Sie die alte Datei in finway aus dem Antrag herunter und ersetzen Sie sie durch die neu beschaffte Originaldatei.
Speichern Sie den Antrag.
Starten Sie den Export erneut.
Erwartetes Ergebnis: DATEV akzeptiert die Datei als gültigen Beleg.
8. Technischer Fehler, Abbruch oder Export erst beim zweiten Versuch erfolgreich
Gelegentlich liegt die Ursache nicht am Antrag, sondern an einer vorübergehenden Störung bei DATEV oder beim Übertragungsdienst.
Prüfen Sie zunächst, ob der Antrag in DATEV möglicherweise bereits angekommen ist.
Kontrollieren Sie besonders, ob bereits ein Beleg oder ein doppelter Eintrag vorhanden ist.
Wenn der Antrag noch nicht vorhanden ist, warten Sie kurz und starten Sie den Export erneut.
Wenn der Antrag bereits importiert wurde, führen Sie keinen zweiten Export aus.
Erwartetes Ergebnis: Sie vermeiden doppelte Exporte und erkennen, ob es sich nur um eine vorübergehende Störung gehandelt hat.
Wichtig: Bei vorübergehenden technischen Fehlern sollten Sie vor jedem erneuten Export immer zuerst in DATEV prüfen, ob der Antrag nicht bereits erfolgreich übertragen wurde.
DATEV bietet die Option den Status ihrer Server einzusehen: DATEV Server Status
So prüfen Sie, ob die Lösung funktioniert hat
Der DUO-Export lässt sich erneut starten, ohne dass dieselbe Fehlermeldung erscheint.
Der Antrag oder Beleg ist in DATEV Unternehmen online sichtbar.
Im Importprotokoll erscheinen keine neuen Fehler zum selben Problem.
Vorbeugende Hinweise
Verwenden Sie klare und eindeutige Dateinamen.
Achten Sie darauf, pro Antrag nicht mehr als 50 Dateien zu verwenden.
Prüfen Sie Datumsfelder sorgfältig, bevor Sie exportieren.
Entfernen Sie unnötige Sonderzeichen und Leerzeichen aus relevanten Feldern.
Kontrollieren Sie in DATEV regelmäßig, ob der Ordner Eingangsrechnungen im richtigen Wirtschaftsjahr vorhanden ist.
Wann Sie den Support kontaktieren sollten
Wenden Sie sich an den Support, wenn einer der folgenden Punkte zutrifft:
Die Fehlermeldung bleibt trotz der beschriebenen Korrekturen bestehen.
Der Exportstatus ist unklar und Sie können nicht sicher erkennen, ob der Antrag bereits in DATEV angekommen ist.
Es treten wiederholt technische Fehler ohne erkennbare Ursache auf.
Der Antrag erfüllt alle Voraussetzungen, wird aber weiterhin von DATEV abgelehnt.
FAQ:
Warum wurde nur die Rechnung, aber nicht der vollständige Antrag nach DATEV übertragen?
Das passiert typischerweise, wenn DATEV einzelne Exportinformationen nicht verarbeiten kann, zum Beispiel weil ein Rechnungsordner fehlt.
Kann ich denselben Antrag einfach noch einmal exportieren?
Ja, aber nur nachdem Sie geprüft haben, dass er nicht bereits in DATEV angekommen ist. Sonst können Duplikate entstehen.
Warum sieht meine Datei wie eine PDF aus, wird aber trotzdem abgelehnt?
Manche Dateien haben zwar eine PDF-Endung, sind technisch aber fehlerhaft oder unvollständig. In solchen Fällen hilft meist nur ein erneuter Download aus der Originalquelle.
zuletzt aktualisiert: 21.10.2026
